Workshops


Freitag, 15.04.2016 | 14- 17 Uhr | Schloss Mannheim, Räume in EO und EW

  • Landwirtschaft im Fokus internationaler Investoren & Agrobusiness 

mit Marlies Olberz & Giovanna Enea (FIAN)

fian_logo_gross.pngNach dem Zusammenbruch globaler Finanzmärkte 2008/2009 stehen Agrarland und Landwirtschaft weltweit im Fokus von Investoren. Land ist heute eine umkämpfte Ressource, auf der nicht nur Lebensmittel, sondern  in zunehmendem Maß Rohstoffe für anderweitige Nutzung angebaut werden. Gleichzeitig kontrollieren immer weniger Konzerne die globale Lebensmittelproduktion und den Lebensmittelhandel. Was von Unternehmen und Politik als nachhaltig dargestellt wird, erweist sich bei genauer Betrachtung jedoch oft als Beitrag zu schweren Menschenrechtsverletzungen wie dem Recht auf Nahrung, das im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) verfasst ist.

Anhand von Beispielen wird im Workshop erläutert, welche Auswirkungen die zunehmende Konzentration von Land und Produktionsmitteln auf die Ernährungssicherheit großer Teile der  Weltbevölkerung hat. Daneben werden die Möglichkeiten vorgestellt, die der UN-Sozialpakt bietet das Menschenrecht auf Nahrung einzufordern.

Der Workshop wird finanziell gefördert durch Engagement Global im Auftrag des BMZ sowie der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.


  •  Bildung für nachhaltige Entwicklung – Von der Theorie zur Praxis

mit Marie Gießmann (Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg)

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Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit wurde vom Land Baden-Württemberg ins Leben gerufen und hat sich der Bekämpfung von Armut und der Schaffung von Zukunftsperspektiven in den Ländern des Südens verschrieben. Diese Ziele erfordern auch Handeln auf Landesebene. Angesichts der globalen Herausforderungen ist jeder von uns gefragt, im Wissen um die weltweiten Zusammenhänge das eigene Handeln und dessen Auswirkungen zu überdenken und die Gegenwart verantwortungsvoll mit zu gestalten.

Die Notwendigkeit einer nachhaltige Entwicklung und einer ökologisch, sozial und ökonomisch zukunftsfähigen Lebensweise ist in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr politischer Konsens geworden. Die Verwirklichung einer solchen lässt sich allerdings nicht einfach in politischen Gremien entscheiden, sondern hängt maßgeblich von den Menschen und ihren täglichen Entscheidungen ab. Menschen, und vor allem auch junge Menschen, müssen für einen nachhaltigen Lebensstil gewonnen und begeistert werden und Bildung ist hier einer der wichtigsten Ansatzpunkte. So ist Bildung für nachhaltige Entwicklung spätestens seit Beginn der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2005 ein fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsdebatte. Der Workshop beschäftigt sich mit dem Konzept und möglichen Übersetzungen in die Praxis.


  • Social Entrepreneurship

mit Marius Brenzinger (Kiron Open Higher Education)

kir160120-Logo-Box-120Kiron Open Higher Education ist ein 2015 gegründetes Social Start-Up mit dem Ziel Geflüchteten Menschen weltweit einen unbürokratischen Zugang zu Hochschulbildung zu ermöglichen. Das Studium aus Online- und Offlinelementen ist gebührenfrei, ortsungebunden und kann unabhängig vom Status des Asylantrags begonnen werden. Ziel ist es, die Integration in das Gastland zu fördern und somit für geflüchtete Menschen eine langfristige Perspektive zu schaffen. In unserem Workshop wird nach einer kurzen Einführung in das Social-Enterpreneurship die Kiron-Story vorgestellt um im Anschluss gemeinsam Anforderungen und Bedürfnisse von Gefüchteten an die Hochschulbildung im Gastland zu formulieren und darauf aufbauend Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.


  • Label-Dschungel: Welches Label taugt was?

mit Sarah Quartier (Verbraucherzentrale Baden-Würtemberg)

logo-DE-BWDie Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein (e.V.), der Verbraucherinnen und Verbraucher in Fragen des privaten Konsums informiert, berät und unterstützt. Es wird versucht einen Überblick bei unübersichtlichen Angebotsmärkten und Durchblick bei komplexen Marktbedingungen zu schaffen.

Besonders unübersichtlich ist die Lage bei Umwelt-, Bio- und Fairtrade-Zertifikaten. Mittlerweile besteht ein Dickicht aus unzähligen Labels, mit denen Hersteller und Handel auf vermeintlich unbedenkliche Produkte auszeichnen. Doch nicht alle Label halten, was sie versprechen.

Ziel des Workshops ist es, Licht in den Label-Dschungel zu bringen und so gemeinsam die eigene Verbraucherkompetenz zu steigern. Darauf aufbauend können Mittel und Wege diskutiert werden, wie bewusster und nachhaltiger Konsum im Detail ausgelebt werden kann.

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